4 Möglichkeiten mit Schlaflosigkeit umzugehen

Die letzten drei Nächte waren hart für mich. In meiner Wohnung war es so warm, dass ich die Befürchtung hatte, zwei Hobbits würden einen Ring durch mein Fenster werfen. Badum tss. Zum Glück ziehe ich noch diesen Monat aus und werde das in Zukunft nicht mehr haben. So lag ich nachts wach, mehr schwitzend und sterbend als irgendwas Anderes.

Irgendwann wurde es mir zu bunt. Mit geschlossenen Augen im Bett liegen, während man dabei immer gestresster wird, kann ja nicht Sinn der Sache sein. Wenn ich im Bett sowieso nicht ruhen kann, dann suche ich mir eben eine andere Beschäftigung. Eine Zeit lang habe ich mit „geräuschintensiven“ Mitbewohnern klarkommen müssen, die gerne mal die Wohnung nachts auseinandergenommen haben. Dadurch habe ich mir gezwungenermaßen ein paar Strategien zurechtgelegt, um mir bei Schlaflosigkeit die Zeit zu vertreiben – und dabei gleichzeitig dafür zu sorgen, dass ich müde werde und doch noch ein Auge zu bekomme.

Diese kleinen Methoden kann ich jedem ans Herz legen, der nachts aufwacht und Probleme hat, wieder einzuschlafen. Häufig machen wir uns nachts selbst verrückt, wenn wir nicht sofort wieder einschlafen. „Oh neiiin, morgen werde ich total müde sein, wenn ich jetzt nicht endlich einschlafe!“. Um dem etwas Abhilfe zu schaffen, hilft es, den Verstand ein bisschen abzulenken.

Die ToDos des nächsten Tages formulieren

Manchmal ist der Kopf überladen. Gedanken fliegen umher, zurückliegende Erlebnisse werden verarbeitet. Wir machen uns Gedanken über den kommenden Tag. Bei wichtigen Ereignissen durchleben wir in mentalen „Probeläufen“ Szenarien, wie diese Ereignisse ablaufen werden. Dadurch machen wir uns leider auch allzu oft unnötig verrückt. Wenn wir schlaflos sind, weil unser Gehirn meint dubiose Schlacht- und Aktionspläne entwerfen zu müssen, dann können wir dem Einhalt gebieten.

Die effektivste Art es zu tun ist, es einfach zu tun– Amelia Earheart

Wir schreiben auf, was wir am nächsten Tag tun werden. Sind wir schlaflos, weil am nächsten Tag eine Präsentation ansteht und wir darüber nachgrübeln, dann können wir das niederschreiben. Morgen werde ich so und so vorgehen, dies und das wird passieren. Wer dazu neigt, unheimliche Angst vor Fehlern und dem Scheitern zu haben, der kann für sich selbst formulieren, was denn überhaupt das Worst-Case-Szenario wäre. Häufig ist das nämlich halb so schlimm, wie unser Gefühl vermuten lassen würde.

Ein leicht verdauliches Buch lesen

Neben dem Bett immer ein schönes, leicht verdauliches Buch liegen zu haben ist ein wahrer Luxus. Wer nachts aufwacht und ein paar Seiten liest, tut etwas für seine Bildung und wird sich selbst schnell wieder in einen Zustand bringen, in dem er einschlafen kann.

Schon oft hat das Lesen eines Buches jemandes Zukunft beeinflusst.– Ralph Waldo Emerson

Bücher regen die eigene Fantasie an und können dir sehr schöne Träume bescheren. Mit einem schönen Buch verfliegen auch die hartnäckigsten Sorgen in Windeseile.

Sport treiben

Bei Schlaflosigkeit kann es verdammt viel Überwindung kosten, seinen Arsch aus dem Bett zu bewegen und Sport zu treiben. Eins kann ich dir aber versichern: Wenn du Schlafschwierigkeiten hast und ein Sportmuffel bist, dann ist das hier der beste Weg, um deinen Schlaf zu verbessern. Sport ermüdet uns kurzfristig, langfristig steigert er dafür unser Energielevel und steigert unsere Schlafqualität.

In jedem wahren Spott liegt ein Element der Gefahr: Es wandelt die Furcht zum Genuss. Diese seltsame Tatsache zeigt uns den Weg, unser Fürchten zu überwinden: Wenn wir lernten, das Leben als ein Abenteuer, als ein Spiel, als einen gefährlichen, aber genußreichen Sport zu empfinden, dann hätten wir die Furcht fast schon überwunden.– Herbert Newton Casson

Gerade auf lange Sicht gesehen macht es daher immer Sinn, auf den Sport zurückzugreifen. Sieh den Sport als Vorbereitung für dein Leben an. Kannst du hier deinen Schweinehund überwinden, mit Widrigkeiten umgehen und Hürden überwinden, dann schaffst du das auch in anderen Bereichen des Lebens.

Einen Tagebucheintrag schreiben

Manchmal bastelt der Kopf die verrücktesten Kausalketten und unwahrscheinlichen Katastrophenszenarien in unserem Kopf. Versuchen wir das dann aufzuschreiben, strukturieren wir unsere Gedanken automatisch. Dadurch entwirren sich die abstrusesten Gedankengänge. Es kehrt Ruhe ein – und mit einem ruhigen Kopf schläft es sich immer besser.

Es ist erstaunlich, wie sehr man ein solches Buch als Freund empfindet - wie man ihm alles sagen und klagen kann, wie man über seine Blätter die Tränen weinen kann, die man den anderen, besonders einem geliebten Kranken, verbergen muss.– Bertha von Suttner

Davon abgesehen freue ich mich hinterher immer, wenn ich mal alte Tagebucheinträge lesen kann. Es ist äußerst amüsant, die eigenen verrückten Gedankengänge zu einem späteren Zeitpunkt wiedersehen zu können.

 

Was tust du, wenn du mal schlaflos im Bett liegst? 🙂

Written by Waldemar