Die Macht des Mitgefühls

Einsamkeit. Eine Welt voller einsamer Menschen. Wir gehen durch die Stadt und blicken grimmig daher. Irgendjemand erspäht unseren Blick und blickt grimmig zurück. Der Frust sitzt tief. Wir wissen selbst nicht, woher diese innere Unruhe, dieses unfriedliche Gefühl in uns kommt. Eigentlich vollen wir nur ein bisschen Frieden in uns. Wir wollen umarmt, geliebt und umsorgt werden. Aber viele von uns kriegen das nicht. Und so werden sie verbittert. Sie tun, als würden sie Menschen nicht leiden können, als seien sie getrieben von Abscheu. Dabei sehnen sie sich nach nichts mehr als nach Liebe.

Fang selbst an zu umarmen – sei es in Gedanken oder in der tatsächlichen Welt. Wünsche den Menschen alles Gute auf der Welt. Übe dich darin, Mitgefühl zu empfinden und es wird etwas Wundersames passieren. In dem Moment, in dem du selber beginnst zu schenken, statt Geschenke von anderen zu erwarten, wird sich dir ein Geheimnis offenbaren. Wer gibt, dem wird gegeben. Empfange Menschen mit offenen Armen, schenk ihnen dein aufrichtiges Lächeln und staune darüber, was die Welt dir zu bieten hat.

Lasst uns den ersten Schritt wagen

Wir können nicht erwarten, dass uns alles auf dem Silbertablett serviert wird, wenn wir nicht selbst ein paar Schritte wagen und uns aus den eigenen gewohnten Gefilden begeben – sei es gedanklich oder räumlich. Der Mensch ist im Kern ein mitfühlender Mensch. Auch wenn viele die Meinung teilen, dass wir vor allen Dingen aus egoistischen Gründen handeln, so bin ich anderer Meinung. Ich glaube, dass wir alle uns gegenseitig helfen wollen. Wir wollen uns gegenseitig dabei helfen, inneren Frieden zu erlangen. Ein Gefühl wohliger Wärme entflammt in uns, wenn wir anderen helfen, wenn wir sie mit offenen Armen annehmen, wie sie sind, und sie als das behandeln, was sie sind – unsere Brüder und Schwester.

Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, schenk ihm einfach deins. – Charlie Chaplin

Am Ende leben wir doch in einer Welt, in dem der eine ohne den anderen nicht zurechtkäme. Wie lange würden wir überleben ohne all die Dinge, die von anderen Menschen produziert, geschaffen oder erarbeitet wurden? Die Welt ist ein riesiges Netzwerk und wir sind Teil dessen. Lasst uns aufhören, uns als davon abgeschnittenes Individuum zu sehen und uns über oder unter andere Menschen zu stellen. Wieso sollten wir uns auf böswillige Art begegnen, wenn es doch eine Alternative gibt, in der jeder bekommt, was er will? Fang an zu geben und dir wird gegeben. Sieh den Menschen von einer Perspektive aus, wo du ihm genau die Vertrauensvorschüsse gibst, die du dir selbst wünschst, von anderen Menschen zu erlangen. Wenn er diese Vertrauensvorschüsse verspielt, dann kannst du dich immer noch dazu entscheiden, den Kontakt zu ihm zu meiden. Wünsche ihm dennoch alles Gute, denn wir sind alle Menschen – wir gehören zusammen.

Warum hast du eine Maske auf?

…und warum liegt hier Stroh? Nein, darauf wollte ich nicht hinaus. Ich finde es interessant, dass die meisten von uns mit einer Maske durch den Alltag laufen. Die eigenen Gefühle und Emotionen wollen ja schließlich maskiert und kaschiert werden. Was könnte die Welt nur für ein einfacher Ort sein, wenn wir uns alle gegenseitig die Hände reichten. Ob du den ersten Schritt machst, ich den ersten Schritt mache oder Günna, der Tankwart, wen interessiert das schon am Ende. Wo kommen wir hin, wenn wir immer erst nehmen wollen, bevor wir geben – verharrend in einer passiven Wartehaltung.

Heute treffe ich für mich eine Entscheidung. Ich werde rausgehen und den Menschen mein aufrichtiges Lächeln schenken. Ich werde rausgehen und den Menschen die Hände reichen, wo ich nur kann. Ich werde rausgehen und der Person helfen, die es am wenigsten von mir erwarten würde. Dann werde ich darüber staunen, was passiert.

Was wirst du tun?

Written by Waldemar